_marokko und deutschland: transfer von know-how und technologie

Seit knapp 70 Jahren bestehen zwischen Deutschland und Marokko Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Als Produzent von nachhaltigem Wasserstoff wird Marokkos Bedeutung wachsen. Das Königreich steht vor umfassenden Modernisierungen und wird für Investitionen immer attraktiver.
Transfer von Know-how und Technologie
Deutschland und Marokko sind seit langem strategische wirtschaftliche Partner. Bereits seit 1956 unterhalten sie diplomatische Beziehungen. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Anzahl der deutschen Unternehmen im westlichsten Maghrebland verdoppelt: mittlerweile sind knapp 300 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung in Marokko vertreten (Schwerpunkt in Casablanca und Tanger). Im Jahr 2021 importierte Deutschland aus Marokko Waren im Wert von 1,6 Mrd. Euro und exportierte Waren im Wert von 2,2 Mrd. Euro. Die wichtigsten Sektoren sind sowohl die Automobil- und Luftfahrtindustrie als auch der zukunftsorientierte Ausbau erneuerbarer Energien und die Nahrungsmittelindustrie. In ihrer deutsch-marokkanischen gemeinsamen Erklärung vom 25.08.2022 bekräftigten beide Länder ihren Wunsch, die bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu stärken und auszuweiten. Ziel sei der echte Transfer von Know-how und Technologie.
Erneuerbare Energien: grüner Wasserstoff aus der Wüste
Der Sektor der erneuerbaren Energien sticht in den letzten Jahren besonders hervor. Zum Einen will die marokkanische Regierung den Anteil von Erneuerbaren Energien bis 2030 auf rund 52 Prozent steigern. Damit ist das Königreich regionaler Vorreiter. Zum anderen entwickelt sich der globale Markt für Wasserstofftechnologien bereits heute dynamisch. Daraus ergeben sich für deutsche Unternehmen gute Wachstumschancen. Dazu trägt sicher auch der 2022 geschlossene Kooperationsvertrag bei, der Deutschland verpflichtet, die Produktion von grünem Wasserstoff in Marokko zu fördern.
Investitionsland Marokko: Modern und kompetitiv
Das Königreich Marokko punktet durch seine Nähe zu Europa (Potenzial für Nearshoring-Standort), eine erstklassige Infrastruktur und effiziente Logistik sowie günstige Produktionsfaktoren. Zusätzlich bietet sich das Land als Standort zur Einbindung moderner Produktionsstrukturen in europäische Wertschöpfungsketten an. Es gilt als kompetitivstes Land Nordafrikas und als zweit attraktivster Investitionsstandort des Kontinents, direkt hinter Südafrika. Marokko ist auf dem Sprung zur umfassenden Modernisierung. Die vertiefte Partnerschaft mit Deutschland verspricht einen rasanten Aufschwung der wirtschaftlichen Beziehungen und birgt somit ein enormes Potenzial für deutsche Unternehmen, auch als Tor zum afrikanischen Kontinent.
Wirtschaftsfreundliches Rechtssystem
Das marokkanische Rechtssystem ist französisch geprägt. Durch die beständige Anpassung der Gesetze an den europäischen Standard werden die Bemühungen um ein modernes und wirtschaftsfreundliches Rechtssystem deutlich.
Ausweitung der Freihandelszone
Im Jahr 2000 trat das Europa-Mittelmeer-Assoziationsabkommen zwischen der EU und Marokko in Kraft und schuf eine Freihandelszone. Die Verhandlungen über eine vertiefte und umfassende Freihandelszone zwischen der EU und Marokko wurden am 1. März 2013 aufgenommen.
Kontakt:
Mamdouh Al Tajjar, Business Consultant, Associate.
altajjar@clayston.com